Bestattung

Erste Informationen zu den Bestattungsarten und Formen der Beisetzung

Sie erfahren hier, welche Bestattungsarten Ihnen zur Auswahl stehen und was für Möglichkeiten der Beisetzung von Urnen Sie beispielsweise haben, inklusive der zwei bekanntesten Formen Seebestattung und Baumbestattung.

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die traditionelle Bestattungsart und hat sich bis heute nur wenig verändert. Eine besondere Willenserklärung ist hierfür nicht notwendig. Eine Erdbestattung muss bis neun Tage nach dem Tod erfolgen.

Bei einer Erdbestattung wird in der Regel der Sarg in einer Friedhofskapelle, einer Einsegnungshalle oder unserer eigenen Feierhalle in Elmshorn aufgebahrt. Dort findet meistens auch die Abschiedsfeier mit der Familie, den Freunden und Bekannten des Verstorbenen statt. Nach der Feier folgt die Trauergemeinde dem Sarg bis zum Grab und nimmt dort noch einmal Abschied. Meist laden die Angehörigen oder ein beauftragter Freund die Trauergäste und den Pastor oder Redner zu einer kleinen Zusammenkunft im Trauerhaus oder in einer Gaststätte ein.

Bei einer Erdbestattung haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Die Reihenstelle wird von der Friedhofsverwaltung zugewiesen. Nach Ablauf von 25 Jahren ist im Allgemeinen die weitere Nutzung oder erneute Belegung durch Familienangehörige nicht mehr möglich.

Bei der Wahlstelle suchen die Angehörigen die Grabstelle auf dem Friedhof selbst aus. Nach der Ruhefrist kann das Nutzungsrecht verlängert werden.

Wir stehen Ihnen für alle Fragen, die Sie zu Bestattungsart, Bestattungsort und der Durchführung der Bestattung haben, zur Verfügung.

Feuerbestattung

Zur Feuerbestattung wird der Verstorbene mit einem Sarg eingeäschert. Dazu sollte eine schriftliche Willenserklärung des Verstorbenen vorliegen. Aber auch die nächsten Angehörigen können den Willen des Verstorbenen zur Einäscherung schriftlich bekunden, falls dieser keine Erklärung zu Lebzeiten abgegeben hatte.

Nach der Einäscherung des Verstorbenen im Krematorium wird die Urne an den Friedhof überführt. Die Abschiedsfeier für den Verstorbenen findet meist vor der Kremierung mit dem Verstorbenen im Sarg aufgebahrt, statt, die Urne mit der Asche wird dann zu einem späteren Zeitpunkt - oftmals im engsten Familien- und Freundeskreis oder in Stille - beigesetzt.

Den Termin für die Urnenbeisetzung stimmen wir mit den Hinterbliebenen ab. Wenn die Trauerfeier nach der Einäscherung als sogenannte Urnentrauerfeier stattfindet, wird die Urne in der Regel anschließend in einem Urnengrab beigesetzt. Die Formalitäten übernehmen wir.

Um den Hinterbliebenen einen zeitnahen Urnentrauerfeiertermin zu ermöglichen, erfolgen Einäscherungen spätestens innerhalb von drei Arbeitstagen.

Seebestattung

Menschen mit einer besonderen Beziehung zum Meer haben häufig den Wunsch, auf See beigesetzt zu werden. Bei einer Seebestattung wird nach der Einäscherung die Asche in einer speziellen See-Urne dem Meer übergeben. See-Urnen müssen vorgegebene Kriterien erfüllen. Sie bestehen aus wasserlöslichen Materialien wie gepresstem Sandstein, Salzkristall oder Zellulose. Im Meerwasser löst sich das Material der See-Urnen innerhalb von 24 Stunden vollständig auf. Die Asche verbleibt auf dem Meeresboden und wird dort von der Strömung verteilt und mit Sand abgedeckt. So entsteht eine "Grabstelle" auf dem Meeresgrund.

Die Beisetzung kann auf der Nordsee oder Ostsee erfolgen, auf Wunsch auch auf allen anderen Meeren der Welt.
Nach der Abschiedsfeier und der Einäscherung des Verstorbenen wird die Urne einer erfahrenen Reederei übergeben. Die vorgeschriebene, spezielle See-Urne wird außerhalb des Deutschen Hoheitsgebietes der See übergeben. Die Angehörigen haben die Möglichkeit, an dieser Zeremonie teilzunehmen. Auf Wunsch erhalten Sie zum Gedenken einen Seekartenausschnitt mit der genauen Beisetzungsposition und einen Logbuchauszug.

Eine Seebestattung muss behördlich genehmigt werden.

Jährliche Gedächtnisfahrten sind auf Wunsch möglich.

Anonyme Bestattung

Die anonyme Bestattung kann eine Beerdigung oder Feuerbestattung sein. In der Regel findet vor der anonymen Bestattung eine Abschiedsfeier für den Verstorbenen statt.

Die Beisetzung erfolgt zu einem nicht genannten Zeitpunkt und ohne Beisein von Trauergästen und Angehörigen, also unter Ausschluss der Öffentlichkeit, auf einem Gemeinschaftsfeld des Friedhofs. Auf anonymen Grabfeldern sind keine Grabmale zugelassen.

Die Entscheidung zur anonymen Bestattung fällt meistens aus Sorge um die Sicherstellung der späteren Grabpflege, die man Angehörigen vielleicht nicht zumuten möchte.

Das anonyme Grabfeld wird durch die Friedhofsverwaltung als Rasenfläche im Ganzen gepflegt. Oft wird dabei aber vergessen, dass Angehörige zur Trauerbewältigung einen konkreten Einzelplatz als Bezugspunkt brauchen.

Gerade den gibt es aber bei der anonymen Bestattung nicht und das persönliche Grab als Ort der Trauerbewältigung wird später vermisst. Alternativ kann vielleicht ein eigener Baum für die Beisetzung gewählt werden.

Die Wahl fällt bei manchen auch aufgrund der Bestattungskosten. Dem kann jeder zu Lebzeiten durch eine Vorsorge mit gleichzeitiger finanzieller Absicherung entgegen wirken.

Alternative Bestattung

Die Beisetzung an einem Baum oder im Wald

Seit Inkrafttreten des Bestattungsgesetzes im Jahr 2003 ist diese Form der Beisetzung möglich geworden. Die Urne wird mit der Asche des Verstorbenen am Fuße eines ausgewählten Baumes in einem eigens dafür ausgewiesenen Waldstück beigesetzt, bspw. in einem RuheForst oder im FriedWald. Diese Form der Bestattung spricht besonders Menschen an, die sich bereits zu Lebzeiten der Natur besonders nahe fühlten und ihre letzte Ruhe inmitten des tiefen Friedens des Waldes finden möchten.

In welcher Form kümmern sich die Angehörigen um diese Art der Grabstelle?

Eine Grabpflege ist nicht notwendig - hier übernimmt das die Natur im jahreszeitlichen Wechsel. Die Angehörigen sind herzlich eingeladen, die Grabstelle jederzeit aufzusuchen, um des geliebten Menschen zu gedenken.

In welcher Form wird die Ruhestätte gekennzeichnet?

Auf Wunsch kann, z. B. am "Familienbaum" oder am "Gemeinschaftsbaum" unmittelbar nach dem Kauf eine Tafel mit einer Inschrift und nach jeder Beisetzung auf Wunsch eine kleine Namenstafel mit den Daten des Verstorbenen angebracht werden.

Ein Juwel von Mensch – der Erinnerungsdiamant aus Kremationsasche

Bei der Diamantbestattung werden aus einem Teil der Kremationsasche Diamanten in höchster Qualität hergestellt, um Hinterbliebenen eine besondere Art des Erinnerns und Gedenkens zu ermöglichen. Der Rest der Asche kann auf einem Friedhof, unter einem Baum oder auf See beigesetzt werden.

Zur Diamantbestattung und zur Baumbestattung, z. B. im FriedWald, informieren wir Sie gerne genauer.